Sartres Drehbuch: Freud (Le Scénario Freud)
Ich sehe dieses Drehbuch als eine echte Bereicherung der Freudbilder. Sartre hat mit diesem Drehbuch ein Stück weit den Menschen Freud freigelegt und die enge Verknüpfung zwischen der Selbstanalyse und der "Erfindung" der Psychoanalyse dargestellt. Brillant versteht es Sartre Dialoge zu entwerfen und dem Bild Freud eine menschliche, obwohl manchmal historisch nicht ganz korrekte Fassung abzugewinnen. Manchmal lohnt es sich die Biographien und Fachliteraturen zur Seite zu legen und zu einem Drehbuch zu greifen. Bei diesem Buch lohnt es sich. Das mag auch an der gelungenen Übersetzung von Traugott König und Judith Klein liegen. Zum Schluss, zum Vorwort, dass J.-B. Pontalis beisteuert. Pontalis merkt am Ende des Vorwortes etwas an, das sicher auch als Lektüre- bzw. Kritikschlüssel zur Hand genommen werden kann: "Es ist durchaus ein Dokument, das wir hier veröffentlichen: ein wichtiges Stück, das in die Akte der Beziehungen zwischen Freud und Sartre gehört." J.-B. Pontalis: Drehbuch Freud, Drehbuch Sartre. In: Jean Paul Sartre: Freud. Hamburg 1995. S. 30.
Jean Paul Sartre: Freud. Hamburg 1995.
Jean Paul Sartre: Freud. Hamburg 1995.
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Martin23 - 18. Jun, 15:15
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