mac

Dienstag, 6. Februar 2007

Umberto Eco beutelt was zu mac und dos

Auf einen Ausschnitt dieser Kolumne bin ich auf der Seite mac-essentials.com gestossen und der Redakteur Majo war so freundlich mir den Satz zu belegen.
Unbedingt interessant, wie sich Jobs als Protestant und Meister medialer Inszenierung oftmals als Fan der katholischen Kirche zu erkennen gibt. The rite works! (Kritische Sätze über Apple sind im Übrigen jederzeit willkommen, aber nur von denen, die das Apple-Parteibuch (ipod) besitzen.)

Mac gegen DOS

Ungenügende Beachtung hat der verborgene neue Religionskrieg gefunden, der im Begriff ist, unsere moderne Welt tiefgreifend zu verändern. Ich habe den Verdacht schon lange, aber jedesmal, wenn ich ihn irgendwo erwähne, stelle ich fest, daß man mir spontan zustimmt.

Tatsache ist, daß die Welt sich heute in Benutzer des Macintosh und Benutzer der mit DOS laufenden Computer teilt. Ich bin der festen Überzeugung, daß der Macintosh katholisch und DOS protestantisch ist. Mehr noch, der Mac ist katholisch im gegenreformatorischen Sinn, durchdrungen von der jesuitischen "ratio studiorum". Er ist heiter, freundlich und entgegenkommend, er sagt dem Gläubigen, wie er Schritt für Schritt vorgehen soll, um wenn nicht das Himmelreich, so doch den Moment des erfolgreichen Ausdruckens der Datei zu erreichen. Er ist katechistisch, das Wesen der Offenbarung wird in verständliche Formeln und prächtige bunte Ikonen gefaßt: Jeder hat Anrecht auf das Heil.

Indexhero20070109

DOS dagegen ist protestantisch, ja geradezu calvinistisch. Es sieht eine freie Auslegung der Schriften vor, es verlangt schwierige persönliche Entscheidungen, es zwingt dem Gläubigen eine subtile Hermeneutik auf und nimmt als gegeben, daß nicht jeder zum Heil gelangt. Um das System funktionieren zu lassen, sind persönliche Exegesen des Programms erforderlich. Weit entfernt von der barocken Festgemeinde, sitzt der Benutzer eingeschlossen in der Einsamkeit seiner Gewissensnot.

Man wird mir entgegenhalten, mit dem Übergang zu Windows habe die DOS-Welt sich der gegenreformatorischen Toleranz des Macintosh angenähert. Richtig: Windows repräsentiert ein Schisma vom anglikanischen Typus, große Zeremonien in der Kathedrale, aber stets mit der Möglichkeit einer schnellen Rückkehr zu DOS, um aufgrund bizarrer Entscheidungen eine Vielzahl von Dingen zu ändern; letztlich könnte man, wenn man will, auch das Priesteramt den Frauen anvertrauen.

Natürlich haben Katholizismus und Protestantismus der beiden Systeme nichts mit den kulturellen und religiösen Positionen ihrer Benutzer zu tun. Neulich mußte ich entdecken, daß Franco Fortini, der strenge und immer zerquälte Dichter, der noch dazu ein erklärter Feind der Gesellschaft des Spektakels ist, auf einem Macintosh schreibt, es war kaum zu glauben. Allerdings muß man sich fragen, ob die Benutzung des einen Systems anstelle des anderen nicht auf die Dauer zu tiefen inneren Verwerfungen führt. Kann man ernstlich DOS-User und zugleich aufrichtiger Papst-Fan sein? Und übrigens: Hätte C61ine mit Word, mit WordPerfect oder mit Wordstar geschrieben? Hätte Descartes in Pascal programmiert?


Deutsche Übersetzung von Umberto Ecos Kolumne "La bustina di Minerva," in der italienischen Wochenzeitschrift Espresso (30. September 1994).
zu finden unter

Donnerstag, 10. August 2006

Jan Hodel über Apples Timemachine

Diese neue Ausprägung des Grafikinterface könnte zu einer anderen Form von Recherche am eigenen Desktop aber auch in Bibliothekskatalogen und Suchmaschinen führen, meint Hodel in einem Blogeintrag. Der Zeitpfad und vor allem die Navigation erinnert mich an das Grafikinterface der Rezeptionsebene von pastperfect, ein Projekt, das auf der Basis von Hypertext 66 Jahre einer Zeitenwende darstellt.
Apples Konzept der Timemachine ist ein Entwurf, der aber einen neuen Weg im GUI-Design aufzeigt und einen "dreidimensionalen Desktop" erstmals sinnvoll erscheinen lässt.

Mittwoch, 14. Juni 2006

ecto / qumana

Die beiden Programme, die sowohl für Windows und Mac erhältlich sind, ersparen das Einloggen in die jeweilige Blog- oder CMS Plattform. Die Softwareprodukte ermöglichen das Erstellen (Editor) bzw. Einpflegen von Inhalten einfach vom Desktop aus.
Qumana ist frei erhältlich, bei ecto ist eine Lizenzgebühr fällig.

Samstag, 10. Juni 2006

ApfelWiki

Ein Wiki das Artikel über Software, Hardware und Programme für den mac sammelt. Besonders interessant die Bewertungen und Erläuterung zu den Programmen bzw. zur Software. Hier erhält die Userin/der User gute Anregungen zur Gestaltung ihrer/seiner persönlichen Arbeits- bzw. Lernumgebung.

Der Geisteswissenschaft ist eine eigene Rubrik gewidmet. Dort findet sich auch ein Programm zur Ahnenforschung namens MacStammbaum!!
Besonders hinweisen möchte ich auch auf die kreativen Schreibwerkzeuge, die sich auf der Seite beschrieben finden: CopyWrite und Ulysses. Ich werde mich diesen Programmen in nachfolgenden Einträgen widmen. Vorausblickend eignen sich diese Programme zur Annäherung und Erschließung eines Themas, sind aber aufgrund der fehlenden Fußnoteneinbindung für eine wissenschaftliche Arbeit nicht tauglich. Dem Schreiben fürs Web kommen diese Programme aber entgegen.

Montag, 5. Juni 2006

Rubrik switched von admartinator.de

Ressourcen, Programme, Hilfsmittel für den Mac für Leute, die daran denken auf einen mac zu wechseln aber nicht nur für diese!

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